Gäste? Zimmer!

Bereits seit einem Jahr wussten wir, mit wem wir Silvester feiern würden. Auch wo wir feiern würden war klar: bei uns zu Hause. Allerdings fiel uns erst Ende November auf, dass wir ja gar kein Gästezimmer hatten – zumindest keines, das den Namen verdient. Das musste sich ändern. Der Raum war bald gefunden, aber da musste noch was gemacht werden …

Der Raum hatte eine Holz-verschalte Decke und darunter eine gewöhnungsbedürftige Dämmkonstruktion.

01_vorher

Außerdem funktionierten die Steckdosen entweder gar nicht oder kamen inklusive der Fassung beim Herausziehen eines Steckers mit raus. Einen Lichtschalter gab es nicht.

08_steckdose_loch

An der einen Außenwand wurde offensichtlich, dass die Regenrinne nicht ganz korrekt arbeitete.

02_wasserschaden

Das mit der Regenrinne haben wir machen lassen. Aber damit war innen natürlich weiter alles beim Alten.

Der erste Schritt war somit das Herausreißen.

03_decke_altes_material_raus

Dann haben wir neu gedämmt. Da die Sparren eigentlich nicht dick genug für eine typische Dämmung sind, haben wir zunächst traditionell zwischen-Sparren-gedämmt, …

04_decke_neues_daemmmaterial

dann aber zwischen die Lattung für die neuen Deckenkonstruktion …

04_decke_lattung

noch unter-Sparren-gedämmt.

05_decke_untersparrendaemmung

Darauf kommt wie üblich der Gipskarton …

06_decke_gk_platten

und wird verspachtelt.

11_decke_gespachtelt

Der abgebröckelte Putz um den Wasserschaden herum wird großflächig abgeklopft und das Loch wird ebenfalls zugespachtelt.

07_wasserfleck_gespachtelt

Schließlich mussten wir uns noch den Steckdosen zuwenden. Wir haben jeweils neue Unterputzdosen gesetzt und darin neue Steckdosen gesetzt.

14_steckdose_einzeln

Außerdem haben wir einen Schalter und für die Deckenbeleuchtung ein Unterputzkabel verlegt. Dazu wird zunächst ein Loch in den Putz gepickert …

09_steckdose_schalter_kabelkanal

und zusammen mit dem Kabel wieder zugespachtelt.

10_steckdose_schalter_gespachtelt

Schließlich wird alles gestrichen und der Raum ist wie neu.

13_steckdose_schalter_fertig

12_decke_gestrichen

Wenn man genau hinschaut, dann kann man senkrechte und waagerechte Strukturen an der Decke erkennen. Das liegt daran, dass wir alle Anschlüsse zwischen Gipskartonplatten mit einem Flies fixiert haben. Scheinbar muss ich dort das Spachteln noch ein wenig üben.

Zunächst sollten aber die Gäste kommen. Noch ein paar Accessoirs (Garderobe) hier …

16_kleiderhakenund ein wenig Deko dort, …

17_regal

dann steht der Silvestersause nichts im Weg.

Auch der Schuppen muss durch den Winter

Ein Schuppen ist eine feine Sache. Da kann man nicht nur Fahrräder und Gartenwerkzeuge unterbringen, nein, auch der Paketbote findet dort ein trockenes Plätzchen, wenn er die neue Lieferung vom Ich-zerstöre-den-renommierten-Einzelhandel bringt. Ein alter Schuppen stand schon auf unserem Grundstück, als wir es gekauft haben. Irgendwie habe ich aber schon von Beginn an geahnt, dass dort wohl mal ein frischer Anstrich (oder mehr) notwendig sein wird.

So habe ich mir die Substanz im Herbst mal genauer angesehen. Begonnen habe ich mit den tragenden Pfosten. Die steckten einfach so im Boden. Ich habe also nachgesehen, wie gut das Holz unterhalb der Erdbodengrenze aussieht. Erkenntnis: Nicht so gut.

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Also habe ich zehn der Pfosten ausgegraben und, wenn sich der untere Teil des Pfostens nicht bereits von alleine aufgelöst hatte, etwas oberhalb des Bodens abgesägt. Die entstandenen Löcher wurden mit Beton ausgegossen und darin je ein Metallanker einbetoniert. Die oberen unbeschädigten Teile der Pfosten wurden in den Ankern verschraubt. Das hatte ich ja schon beim Sichtschutzzaun geübt. Das optische Ergebnis der Betonfundamente wollte ich optimieren und habe daher mit verschiedenen Verschalungen beim Beton-Gießen experimentiert. Herausgekommen sind Quader …

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und Zylinder,

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die am Ende wegen ihre einfachen Umsetzung das Rennen bei den meisten Pfosten gemacht haben. Im Ergebnis sieht es nicht nur schicker aus …

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sondern hält vor allem wieder ordentlich. Nun habe ich berechtigte Hoffnung, dass der Schuppen wieder ein paar Jahre länger hält.

Wenn man aber schonmal dabei ist, warum nicht gleich richtig? Auch die Elektroleitungen waren abenteuerlich zusammengeflickt und bestanden teilweise aus Kaskaden von Mehrfachsteckdosen. Das geht doch auch schöner (und sicherer!)

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Ja, und wenn das Licht am Ende der neuen Leitungen endlich alles schön ausleuchtet, dann kann man auch gleich das Werkzeug ordentlich aufhängen …

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und die Baumaterialien in Reih’ und Glied aufstellen.

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Fertig ist der Schuppen Reloaded.

Nein, ganz fertig ist er natürlich noch nicht hergerichtet. Auch das Dach ist in die Jahre gekommen und an der einen oder anderen Stelle undicht. Damit kommen wir zwar über den Winter aber dann muss man da wohl auch mal ran. To be continued.

Es gibt viel zu tun!

Hier werde ich – soweit zumindest der Plan – in unregelmäßigen Abständen über meine/unsere Basteleien berichten. Es gibt viel zu tun: Das Haus bietet unzählige Baustellen, Elektronikbasteln macht Spass und liefert einen riesigen Vorrat an möglichen Projekten und vielleicht gibt es in ferner Zukunft sogar wieder Zeit für ein wenig Modellbau.