Wenn die Frage “Wie meistern wir die Digitalisierung?” ist, dann ist ein Buch wie “Einfach Programmieren für Kinder” ein Teil der Antwort

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Diana Knodel, Philipp Knodel: Einfach Programmieren für Kinder, Carlsen Verlag, 2017

Mit der Digitalisierung erwartet uns ein gesellschaftlicher Umbruch, der heute noch nicht in seiner Gänze zu erfassen ist. Aktuell diskutiert man meist darüber, wie man sich den erfolgreichen Umgang damit erkaufen könnte. Zur Disposition stehen etwa ein flächendeckender Ausbau von Breitband-Internetanschlüssen oder die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten wie Computer, Tablets oder Smartboards. Diese Ansätze sind sicher nicht falsch, werden aber wohl nicht ausreichen, die Disruption, die die Digitalisierung mit sich bringt, zu meistern.

Vereinzelt gibt es auch Stimmen, die meinen, dass digitale Bildung der Schlüssel zum Erfolg sein könnte. Gemeint ist damit nicht der Einsatz digitaler Helfer, sondern das Vermitteln der für den Umgang mit der Digitalisierung notwendigen Kompetenzen – etwa das Programmieren.

Und dann gibt es noch die, die nicht nur darüber reden, sondern etwas machen. Zu dieser Gruppe gehört das Start-Up AppCamps. Die beiden Gründer Diana und Philipp Knodel haben jetzt ein wunderbares Buch veröffentlicht: “Einfach Programmieren für Kinder” (http://einfach-programmieren-fuer-kinder.de/buch/). Darin werden Kinder ab acht Jahren spielerisch an das Programmieren herangeführt. Im Zentrum stehen nicht die Herausforderungen, die das Programmieren auch mit sich bringt, sondern der Spaß, etwas zu erschaffen. Durch das Buch führen die zwei Protagonisten, Lea und Paul, die von weiteren Figuren wie dem Datendrachen oder der edlen Variabla unterstützt werden. Sowohl die Charaktere als auch die sonstigen Darstellungen sind unheimlich liebevoll illustriert. Alle Grundkonzepte des Programmierens (von Variablen und Schleifen bis hin zu Funktionen) werden nicht nur vorgestellt, sondern jeweils mit interaktiven Spielen kombiniert. Das Buch ist durch eine kostenlose App ergänzt, die aus jedem Abschnitt eine multimediale Erfahrung macht.

Häufig höre ich, dass Computer und das Programmieren in dem avisierten Alter noch nicht die richtige Beschäftigung für Kinder seien. Ich halte das Gegenteil für richtig. Das Programmieren fördert Kompetenzen, die auch in vielen anderen Lebensbereichen wichtig sind: Kreativität, Teamarbeit, präzises Arbeiten oder logisches Denken, um nur einige zu nennen.

Ein Buch wie “Einfach Programmieren für Kinder” hilft aber nicht nur dabei, die Digitalisierung zu verstehen. Es kann auch die Wurzel eines Prozesses sein, der den Fachkräftemangel lindert. Zurzeit haben wir in unseren Informatik-Studiengängen an den Hochschulen einen erschreckend niedrigen Frauenanteil. Es gibt Studien, die zeigen, dass sich nicht erst Frauen unmittelbar vor der Wahl des Studiengangs gegen die Informatik (und gegen andere technische Studiengänge) entscheiden, sondern Mädchen meist bereits viel früher anders planen; oder schlimmer noch: glauben, anders planen zu müssen. Grundschulkinder (beider Geschlechter) hingegen sind oft begeistert, wenn man sie mit (kindgerecht aufbereiteten) IT-Fragestellungen und -Konzepten konfrontiert. So wie dieses Buch es macht. Vielleicht gelingt es mit Ansätzen und Büchern wie diesem, mehr Mädchen im Grundschulalter für das Programmieren zu begeistern. Wenn wir dann noch perspektivisch zu einer ausgeglichenen Frauen-Männer-Verteilung im Informatik-Studium kommen (bei gleichbleibender Anzahl der männlichen Studierenden), dann wäre ein großer Schritt getan.

Das Buch macht also zwei Dinge richtig: Das richtige Problem angehen und das Problem richtig angehen. Ich kann nur dafür werben, dass es sich bald in vielen Kinderzimmern findet.

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Gäste? Zimmer!

Bereits seit einem Jahr wussten wir, mit wem wir Silvester feiern würden. Auch wo wir feiern würden war klar: bei uns zu Hause. Allerdings fiel uns erst Ende November auf, dass wir ja gar kein Gästezimmer hatten – zumindest keines, das den Namen verdient. Das musste sich ändern. Der Raum war bald gefunden, aber da musste noch was gemacht werden …

Der Raum hatte eine Holz-verschalte Decke und darunter eine gewöhnungsbedürftige Dämmkonstruktion.

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Außerdem funktionierten die Steckdosen entweder gar nicht oder kamen inklusive der Fassung beim Herausziehen eines Steckers mit raus. Einen Lichtschalter gab es nicht.

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An der einen Außenwand wurde offensichtlich, dass die Regenrinne nicht ganz korrekt arbeitete.

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Das mit der Regenrinne haben wir machen lassen. Aber damit war innen natürlich weiter alles beim Alten.

Der erste Schritt war somit das Herausreißen.

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Dann haben wir neu gedämmt. Da die Sparren eigentlich nicht dick genug für eine typische Dämmung sind, haben wir zunächst traditionell zwischen-Sparren-gedämmt, …

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dann aber zwischen die Lattung für die neuen Deckenkonstruktion …

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noch unter-Sparren-gedämmt.

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Darauf kommt wie üblich der Gipskarton …

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und wird verspachtelt.

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Der abgebröckelte Putz um den Wasserschaden herum wird großflächig abgeklopft und das Loch wird ebenfalls zugespachtelt.

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Schließlich mussten wir uns noch den Steckdosen zuwenden. Wir haben jeweils neue Unterputzdosen gesetzt und darin neue Steckdosen gesetzt.

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Außerdem haben wir einen Schalter und für die Deckenbeleuchtung ein Unterputzkabel verlegt. Dazu wird zunächst ein Loch in den Putz gepickert …

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und zusammen mit dem Kabel wieder zugespachtelt.

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Schließlich wird alles gestrichen und der Raum ist wie neu.

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Wenn man genau hinschaut, dann kann man senkrechte und waagerechte Strukturen an der Decke erkennen. Das liegt daran, dass wir alle Anschlüsse zwischen Gipskartonplatten mit einem Flies fixiert haben. Scheinbar muss ich dort das Spachteln noch ein wenig üben.

Zunächst sollten aber die Gäste kommen. Noch ein paar Accessoirs (Garderobe) hier …

16_kleiderhakenund ein wenig Deko dort, …

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dann steht der Silvestersause nichts im Weg.

Auch der Schuppen muss durch den Winter

Ein Schuppen ist eine feine Sache. Da kann man nicht nur Fahrräder und Gartenwerkzeuge unterbringen, nein, auch der Paketbote findet dort ein trockenes Plätzchen, wenn er die neue Lieferung vom Ich-zerstöre-den-renommierten-Einzelhandel bringt. Ein alter Schuppen stand schon auf unserem Grundstück, als wir es gekauft haben. Irgendwie habe ich aber schon von Beginn an geahnt, dass dort wohl mal ein frischer Anstrich (oder mehr) notwendig sein wird.

So habe ich mir die Substanz im Herbst mal genauer angesehen. Begonnen habe ich mit den tragenden Pfosten. Die steckten einfach so im Boden. Ich habe also nachgesehen, wie gut das Holz unterhalb der Erdbodengrenze aussieht. Erkenntnis: Nicht so gut.

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Also habe ich zehn der Pfosten ausgegraben und, wenn sich der untere Teil des Pfostens nicht bereits von alleine aufgelöst hatte, etwas oberhalb des Bodens abgesägt. Die entstandenen Löcher wurden mit Beton ausgegossen und darin je ein Metallanker einbetoniert. Die oberen unbeschädigten Teile der Pfosten wurden in den Ankern verschraubt. Das hatte ich ja schon beim Sichtschutzzaun geübt. Das optische Ergebnis der Betonfundamente wollte ich optimieren und habe daher mit verschiedenen Verschalungen beim Beton-Gießen experimentiert. Herausgekommen sind Quader …

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und Zylinder,

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die am Ende wegen ihre einfachen Umsetzung das Rennen bei den meisten Pfosten gemacht haben. Im Ergebnis sieht es nicht nur schicker aus …

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sondern hält vor allem wieder ordentlich. Nun habe ich berechtigte Hoffnung, dass der Schuppen wieder ein paar Jahre länger hält.

Wenn man aber schonmal dabei ist, warum nicht gleich richtig? Auch die Elektroleitungen waren abenteuerlich zusammengeflickt und bestanden teilweise aus Kaskaden von Mehrfachsteckdosen. Das geht doch auch schöner (und sicherer!)

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Ja, und wenn das Licht am Ende der neuen Leitungen endlich alles schön ausleuchtet, dann kann man auch gleich das Werkzeug ordentlich aufhängen …

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und die Baumaterialien in Reih’ und Glied aufstellen.

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Fertig ist der Schuppen Reloaded.

Nein, ganz fertig ist er natürlich noch nicht hergerichtet. Auch das Dach ist in die Jahre gekommen und an der einen oder anderen Stelle undicht. Damit kommen wir zwar über den Winter aber dann muss man da wohl auch mal ran. To be continued.

Es gibt viel zu tun!

Hier werde ich – soweit zumindest der Plan – in unregelmäßigen Abständen über meine/unsere Basteleien berichten. Es gibt viel zu tun: Das Haus bietet unzählige Baustellen, Elektronikbasteln macht Spass und liefert einen riesigen Vorrat an möglichen Projekten und vielleicht gibt es in ferner Zukunft sogar wieder Zeit für ein wenig Modellbau.