Auch der Schuppen muss durch den Winter

Ein Schuppen ist eine feine Sache. Da kann man nicht nur Fahrräder und Gartenwerkzeuge unterbringen, nein, auch der Paketbote findet dort ein trockenes Plätzchen, wenn er die neue Lieferung vom Ich-zerstöre-den-renommierten-Einzelhandel bringt. Ein alter Schuppen stand schon auf unserem Grundstück, als wir es gekauft haben. Irgendwie habe ich aber schon von Beginn an geahnt, dass dort wohl mal ein frischer Anstrich (oder mehr) notwendig sein wird.

So habe ich mir die Substanz im Herbst mal genauer angesehen. Begonnen habe ich mit den tragenden Pfosten. Die steckten einfach so im Boden. Ich habe also nachgesehen, wie gut das Holz unterhalb der Erdbodengrenze aussieht. Erkenntnis: Nicht so gut.

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Also habe ich zehn der Pfosten ausgegraben und, wenn sich der untere Teil des Pfostens nicht bereits von alleine aufgelöst hatte, etwas oberhalb des Bodens abgesägt. Die entstandenen Löcher wurden mit Beton ausgegossen und darin je ein Metallanker einbetoniert. Die oberen unbeschädigten Teile der Pfosten wurden in den Ankern verschraubt. Das hatte ich ja schon beim Sichtschutzzaun geübt. Das optische Ergebnis der Betonfundamente wollte ich optimieren und habe daher mit verschiedenen Verschalungen beim Beton-Gießen experimentiert. Herausgekommen sind Quader …

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und Zylinder,

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die am Ende wegen ihre einfachen Umsetzung das Rennen bei den meisten Pfosten gemacht haben. Im Ergebnis sieht es nicht nur schicker aus …

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sondern hält vor allem wieder ordentlich. Nun habe ich berechtigte Hoffnung, dass der Schuppen wieder ein paar Jahre länger hält.

Wenn man aber schonmal dabei ist, warum nicht gleich richtig? Auch die Elektroleitungen waren abenteuerlich zusammengeflickt und bestanden teilweise aus Kaskaden von Mehrfachsteckdosen. Das geht doch auch schöner (und sicherer!)

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Ja, und wenn das Licht am Ende der neuen Leitungen endlich alles schön ausleuchtet, dann kann man auch gleich das Werkzeug ordentlich aufhängen …

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und die Baumaterialien in Reih’ und Glied aufstellen.

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Fertig ist der Schuppen Reloaded.

Nein, ganz fertig ist er natürlich noch nicht hergerichtet. Auch das Dach ist in die Jahre gekommen und an der einen oder anderen Stelle undicht. Damit kommen wir zwar über den Winter aber dann muss man da wohl auch mal ran. To be continued.

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Advent, Advent … skalender

Ich hätte ja am liebsten den Adventskalender von Lego Star Wars oder einen von Conrad. Aber um mich soll es heute nicht gehen. Nehmen wir an, man sucht einen individuellen DIY-Adventskalender für jemanden ohne Spielzeug- und Technikfetisch; ein Adventskalender zum selber befüllen.

Ich habe also einen Adventskalender gebastelt. Bei den selbst zu befüllenden Kalendern ist die erste wichtige Frage die nach der Größe. Was soll denn rein? So ganz wollte ich mich da nicht festlegen und so erschien mir diese Idee passend (die ich ein wenig aus den Ergebnissen einer Google-Suche zusammengeklaut habe): eine Tüte mit Dekoration. Als Basis dient eine Papiertüte, etwa so groß wie ein Butterbrotbeutel.

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Ich will es vorneweg nehmen: Am Ende soll daraus eine Eule werden. Die hat zwei Augen und ein Bauchfell (Ornithologen anwesend?). Für die Augen habe ich mir eine einfache digitale Vorlage erstellt und 48 Mal ausgedruckt. Auch für das Bauchfell habe ich mir eine Vorlage erstellt, allerdings analog (also auf Papier). Die haben ich auf 24 bunte Papierstücke übertragen und ausgeschnitten.

baeuche

Dann wird die Papiertüte geeignet gefaltet und mit etwas Fantasie erahnt man schon so etwas wie den Schnabel der Eule?

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Darauf werden die Bauchfelle und Augen geklebt. Außerdem bekommt jedes Tütchen noch einen kleinen Stern für den Monatstag. Als letzten Schritt verschließe ich die Tüte mit je einer Mini-Wäscheklammer.

klammern

Fertig ist die Eule!

eule

Nun besteht ein Adventskalender aber natürlich nicht nur aus einer Eule, sondern aus einer ganzen Armada aus Eulen – einer Euleninvasion!

eulenarmee

Damit ist die erste Hälfte geschafft, die zweite Hälfte, das Befüllen, möge die geneigte Leserin gedanklich selber vornehmen.

Und nächstes Jahr, da denke ich dann nochmal über den Conrad-Kalender nach. Oder Lego. Gibts da auch was von Herr-der-Ringe?